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Schaan, 6. Januar 2003

"Isoliert in Europa" - Referat zum Venedig-Bericht

Am Donnerstag, 9. Januar, 19.30 Uhr, spricht Mario Frick zum Thema "Der Bericht der Venedig-Kommission: 'Isoliert in Europa'". Das Referat mit anschliessender Diskussion findet im Schulzentrum Mühleholz in Vaduz statt. Der Eintritt ist frei. Organisiert wird der Informationsabend vom Arbeitskreis Demokratie und Monarchie.

Der Bericht der Venedig-Kommission des Europarates hat hohe Wellen geworfen in Liechtenstein, schliesslich zeigt er auf, dass die Fürsteninitiative Liechtenstein in eine Sackgasse manövrieren würde. Dass die Meinung der Venedig-Kommission nicht gering geschätzt werden darf, wird Mario Frick, Alt-Regierungschef und Vorstandsmitglied des Demokratie-Sekretariats, in seinem Referat aufzeigen.

Frick wird in seinem Vortrag darstellen, wie die Venedig-Kommission zusammen gesetzt ist und wie der Entscheidungsfindungsprozess abläuft. Er wird erklären, warum die Venedig-Kommission zur Frage der liechtensteinischen Verfassung eine Stellungnahme abgibt. Ebenso wird ein Thema sein, wie das Verhältnis zwischen Monarchie und Demokratie aufgebaut sein muss, damit eine Monarchie von den durchwegs demokratisch strukturierten Staaten in Europa akzeptiert wird. Und schliesslich wird er aufzeigen, dass selbst fürstenfreundliche Gutachter das Vetorecht des Fürsten kritisieren.

Weiterführendes Referat am 12. Januar

Auf Einladung des Initiativkomitees Verfassungsfriedens wird Mario Frick am Fest des Verfassungsfriedens am 12. Januar um 18 Uhr im Vaduzer Saal ein weiterführendes Referat zum Bericht der Venedig-Kommission halten. Dabei wird er auf die Europatauglichkeit des Verfassungsfriedens eingehen, welche die Venedig-Kommission ausdrücklich formuliert. Ebenfalls wird er dort auf die unabwägbaren Konsequenzen eingehen, welche Liechtenstein bei einer Annahme der Fürsteninitiative drohen.